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Albert Mangelsdorff Quintett
Folk Mond & Flower Dream

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Ein Meilenstein des deutschen Jazz - erstmals auf CD!

Pressestimmen zu Folk Mond & Flower Dream

Albert Mangelsdorff Quintett - Folk Mond & Flower Dream (Nektar)Im Internet werden für guterhaltene Vinyls der LP Folk Mond & Flower Dream stattliche Summen geboten. Und Jazz-Sammler fragen seit Jahrzehnten, warum es denn keine CD-Version dieser 1967 aufgenommenen Platte des Albert Mangelsdorff Quintett gibt. Dabei ist sie ist eine der wichtigsten Platten der deutschen Jazzgeschichte

Das damals populärste deutsche Jazzensemble hatte sie auf dem

Höhepunkt einer Epoche aufgenommen, in der aus der Nachkriegsszenerie besonders in Frankfurt am Main eigene stilistische Entwicklungen und großartige Solisten hervorgegangen waren, die damals auch erstmals das Interesse der Welt und besonders der Amerikaner am deutschen Jazz geweckt hatten. Die Öffnung zu freien Jazzformen (Free Jazz) folgte unmittelbar im Anschluss an die LP Folk Mond & Flower Dream, die das damals führende deutsche Jazzensemble auf seinem Zenit präsentiert.

Was war geschehen? Warum gab es diese LP weder als Vinyl noch als CD länger  als 25 Jahre nicht auf dem Markt?

Albert Mangelsdorff QuintettHorst Lippmann hatte das Album für sein Label L+R Records produziert, es kam 1968 über die Firma CBS in Frankfurt in die Läden. Um 1986 hatte Horst Lippmann dann seinen L+R-Katalog mit einer großer Zahl von Jazz-, Blues- und Weltmusik-Alben an die Frankfurter Firma Bellaphon verkauft. Zu dieser Zeit  eroberte die CD in rasantem Tempo den Markt und verdrängte die Vinyl-LP. Von den drei Albert Mangelsdorff  Quintett-Klassikern erschienen als CD nur One Tension und Now Jazz Ramwong. Die dritte LP Folk Mond & Flower Dream wurde offenbar unter der Position ‚The Lost Tapes’ abgeschrieben.

Noch zu Lebzeiten hat Albert Mangelsdorff immer wieder nach dieser Platte gefragt. Unter den vielen von ihm aufgenommenen und nie als CD neu herausgekommenen Alben war ihm dies das wichtigste. Nun kommt Folk Mond & Flower Dream an seinem 79. Geburtstag auf den Markt zurück.

Über die Wiederentdeckung der Bänder berichtet Tropical Music-Chef Claus Schreiner:

Eigentlich begann alles schon 1964. Mit einem Freund war ich 1964 aus Marburg gekommen, um eines der Konzerte des Deutschen Jazz Festivals in der Frankfurter Kongresshalle an der Messe zu besuchen. Auf den breiten Treppen hinauf zur Halle kam uns Albert entgegen, ein wenig gehetzt, die Posaune verpackt über die Schulter hängend. ‚Hallo Albert!’ Das war unsere erste Begegnung.

Albert MangelsdorffDrei Jahre später und nach einem wegen Motorschadens des Musiker-Busses beinahe geplatzten Konzert im ausverkauften Marburger Audimax, sprach Fritz Rau: ‚Der Horst wartet auf dich, du kannst jetzt mit ihm sprechen.’ Der Grund war: Ich wollte auch Albert mit einen eigenen Konzertbüro betreuen, was bisher Fritz Rau gemacht hatte, während Horst Lippmann die beiden ersten Alben des Quintetts produziert und den Musikern einen Bus zur Verfügung gestellt hatte.

Ich war noch Student und ließ mich ganz unstandesgemäß mit einem Taxi von der Nordweststadt nach Buchschlag fahren. Schließlich war es ein wichtiges Ereignis, Horst Lippmann zu treffen. Wie hatte ich ihn immer um die vielen Pakete mit Musterplatten aus aller Welt beneidet, die sich auf einem Tisch im Büro von Lippmann + Rau für ihn regelmäßig stapelten! Horst Lippmann führte mich in sein Studio mit Wänden voller Regale mit LPs und Tonbändern, einer Art Mischpult in der Mitte, mit Blick in den Garten. Ja, ob ich denn den Albert sozusagen ‚ernähren’ könne, fragte er. Ich wusste, dass Fritz Rau und Horst Lippmann durch ihre Tourneen und Festival-Produktionen sehr erfolgreich waren und das Booking für Albert und sein Quintett darunter eventuell leiden würde. Ich hatte bereits das Manfred Schoof Quintett auf meiner Agentur-Liste, das im Marburger Jazzkeller geprobt hatte. Horst Lippmann wollte meinem Plan, ein eigenes Konzertbüro aufzubauen, nicht im Wege stehen, und schließlich wurde ich für viele Jahre Lippmann + Rau’s ‚Mann in Marburg’. Albert kam zu mir. Vorerst für Clubgastspiele und bald auch seine Konzerte und Tourneen. Fast 40 Jahre lang. Und irgendwie noch immer.

Albert MangelsdorffIm Mai 2004 war ich zum zweiten Mal in Buchschlag. Horst Lippmann war 1997 gestorben,  und zusammen mit seiner Tochter Sylvia suchten wir nach Dokumenten, Bändern, Programmen aus der Zeit der großen Lippmann + Rau-Festivals. Horst Lippmanns Arbeitsstudio in Buchschlag hatte sich eigentlich nicht verändert. Die vielen Kartons mit Tonbändern in den Regalen repräsentierten aber nur einen Bruchteil dessen, was er in seinem ganzen Leben produziert oder aufgenommen hatte. Immerhin war er ja auch noch beim Hessischen Rundfunk als Programmmacher und als Produzent des Deutschen Jazz Festivals in Frankfurt tätig.

Irgendwie kamen wir dann darauf zu sprechen, dass es eigentlich schade sei, dass so viele Produktionen bisher nicht als CD herausgekommen und damit vergessen sind. ‚Folk Mond & Flower Dream’ zum Beispiel. Eine  Nachfrage bei den Kollegen von Bellaphon ergab dann, dass man sich an diese Platte gar nicht erinnern könne und auch keine Unterlagen und Materialien dazu habe. Sylvia Lippmann ließ sich später überreden, nochmals alle Regale und Schränke zu durchforsten, diesmal gezielt auf der Suche nach Bändern dieser Platte. Im Frühjahr 2007 wurde sie fündig.

Inzwischen war im Mai 2005 bei der Jazzgass` in Frankfurt der „Horst-Lippmann-Platz“ eingeweiht worden, den viele Weggefährten und Zeitgenossen der Frankfurter Jazzszene sogleich mit einer geballten Ladung von Erinnerungen füllten. Darunter Horst Lippmanns Töchter, sein Partner Fritz Rau, Günter Kieser (der die Cover für die Quintett- LPs gestaltet hatte) und auch Albert Mangelsdorff, der ein letztes Mal in der Öffentlichkeit erschien. Er starb am 25. Juli 2005.

Pressestimmen zu Folk Mond & Flower Dream

„Großartige Musik aus dem Jahr 1967!“
Kulturspiegel

„Eines der schönsten Zeugnisse des freier werdenden europäischen Jazz erstmals auf CD“
Stereo

„Dabei hätte Folk Mond & Flower Dream es noch vor rund 95 Prozent aller bisher wiederveröffentlichten Jazz-Highlights verdient, endlich per CD-Format wachgeküsst zu werden. Jetzt ist es passiert. Und man höre und staune.“
Jazzthetik

„Mangelsdorffs federleichter Ton ist voll ausgereift. Endlich auf CD!“
Stereoplay

„Eine verloren geglaubte Perle ist wieder da“
Fono Forum

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